Ubuntu Linux – Erste Schritte

Installation Ubuntu-Linux / Migration Windows->Linux

1. Voraussetzungen:

2. Ubuntu

Ubuntu, gem√§ss Eigenwerbung das „Linux for Human Beings“, verbreitet sich immer st√§rker. Die einfache Bedienung ist beliebt. Als ich vor der Frage stand, welche Distribution zu w√§hlen, h√§tte ich spontan auf OpenSuse gesetzt. Ein Kollege hat mir dann Ubuntu schmackhaft gemacht. Die Screenshots haben mich √ľberzeugt, diese Distribution mal auszuprobieren. Bis jetzt bereue ich es nicht.

3. Installation von Ubuntu

Die Installation gibt keine Probleme, das Men√ľ ist gef√ľhrt. Das Setup wollte bereits bei der Installation das Netzwerk einrichten (sogar bevor die Festplatte partitioniert wurde). Da mein Hotspot aber mit WPA verschl√ľsselt ist, hat das nicht geklappt (BTW: WEP w√§re unterst√ľtzt worden). Die Partitionierung der HD ist nicht gerade einfach, wenn man Spezial-W√ľnsche hat. So will ich neben den Systempartitionen noch eine Datenpartition mit FAT32. Dabei hat der Partitionierer alles mir √ľberlassen. Und ich habe prompt die Swap-Parition vergessen. Also nochmals von Vorne. Und da habe ich gerade die LVM-Option entdeckt und diese verwendet. Bis jetzt weiss ich jedoch noch nicht genau, ob ich damit wirklich an mein Ziel komme.

4. Netzwerk/WPA

Standardm√§ssig kommt Ubuntu 5.10 noch nicht mit WPA zurecht. Doch mein Wireless-Hotspot verwendet diese Verschl√ľsselung. Das Nachr√ľsten funktionierte erstaunlich gut. Eine Anleitung befindet sich unter [1]. Nur die Zeile in der Datei /etc/default/wpasupplicant musste ich anpassen:

OPTIONS=“-w -i eth1 -D ipw -c /etc/wpa_supplicant.conf -B“

Ubuntu versucht bereits beim Booten eine Verbindung zum Netzwerk herzustellen. Aber zu diesem Zeitpunkt l√§uft die WPA-Unterst√ľtzung noch nicht. Resultat: der Bootvorgang h√§ngt sehr lange beim Punkt Netzwerk-Interface konfigurieren. Weiteres Problem: wenn man das abgewartet hat, bekommt man trotzdem noch keine Verbindung. Man muss das Wireless-Interface deaktivieren, aktivieren und sonst diverses rumbasteln, bis man endlich per DHCP eine IP bekommt. Die L√∂sung dieser beiden Probleme ist einfach: man unterbreche w√§hrend des Boot-Vorgangs die Konfiguration des Interfaces. Das geht mit Control-C. Tipp von [2] (Q: How to temporary skip boot-up services?). Damit startet Ubuntu z√ľgig und man hat nach dem Einloggen eine WPA-Verschl√ľsselte Verbindung. Die Verbindung zu unverschl√ľsselten Hotspots oder per Netzwerk-Kabel wird √ľbrigens bereits beim Bootvorgang ohne Probleme hergestellt (Abbruch mit Ctrl-C nicht n√∂tig).

5. Skype

Die Installation von Skype w√§re eigentlich nicht so schwierig. Doch wenn man das Installationspaket f√ľr Debian/Ubuntu herunterl√§dt, bem√§ngelt der Installler eine fehlende Bibliothek. Wenn man diese Nachinstallieren will, bekommt man die Meldung, dass die Bibliothek obsolet sei bzw. durch eine neuere (mit anderem Namen) ersetzt wurde. Diese muss selbstverst√§ndlich installiert werden, das Problem ist aber noch nicht ganz gel√∂st. Um die Installation mit Skype trotzdem durchf√ľhren zu k√∂nnen, sind Anpassungen n√∂tig. Die sind unter [3] beschrieben. So hat es bei mir wunderbar funktioniert.
Dann sieht das Design noch ziemlich hässlich aus. Um das zu ändern, muss man QT konfigurieren. Wie man das ändert, habe ich unter [4] erfahren.

6. E-Mail / Evolution

Der Standard-Mailclient von Ubuntu ist Evolution. Als ehemaliger Thunderbird-Nutzer kommt spontan das Stichwort Outlook in den Sinn. Die √Ąhnlichkeiten sind gross. Was ich bei Thunderbird immer vermisst habe, wird von Evolution unterst√ľtzt: Mail, Kalender, Adressen, ToDo-List in Einem UND eine Palm-Synchronisation. Grundlegende Erkl√§rungen sind unter [5] zu finden (leider in Deutsch bzw. mit deutschen Screenshots). Noch kurz zu weiteren Kommentaren/Feststellungen:
– Es wird konsequent mit einer globalen Inbox gearbeitet. Auch wenn ich 4 Mailaccounts konfiguriere, kommen die grunds√§tzlich in die selbe Inbox hinein. Man muss mit Filtern arbeiten, um die ‚ÄěDatenflut‚Äú bereits beim Eingang zu sortieren. Die Filterm√∂glichkeiten sind sehr ausf√ľhrlich.
– Es ist nicht m√∂glich, per Filter Mails direkt in den Papierkorb zu bef√∂rdern. War bei Thunderbird m√∂glich und f√ľr die von Spam-Assassin und dem VirenScanner des Hosters recht zuverl√§ssig erkannten Junkmails ziemlich n√ľtzlich. Denn man kann beim Leeren des Papierkorbs immer noch einen Kontrollblick dar√ľber werfen.
– F√ľr mich zwar nicht relevant, aber eine Exchange-Unterst√ľtzung w√§re auch vorhanden.

7. Daten

Mein Ziel w√§re es gewesen, dass ich mittels Truecrypt [6] meine Daten verschl√ľsseln kann, wie ich das schon unter Windows gemacht habe. Leider kommt Truecrypt nicht mit dem aktuellsten Kernel zurecht. Hoffe auf baldige Aktualisierung ūüėČ

8. Weitere Applikationen

Ohne Probleme liess sich Keepass [7] installieren. Auch das unter Windows erstellte Password-File konnte problemlos gelesen werden.
Auch den Acrobat-Reader habe ich noch installiert, Anleitung unter [2]. Denn der standardmässig installierte Document-Viewer, der auch mit PDFs zurecht kommt, hat mir ein PDF fehlerhaft dargestellt. Mit dem Acrobat-Reader funktioniert das nun gut.
Mit dem Real-Player hatte ich einige Probleme, bis ich unter [8] eine brauchbare Anleitung gefunden habe.
Um g√§nzlich gl√ľcklich zu werden, wollte ich noch eine Buchhaltungssoftware. Die Wahl fiel, nicht ganz unerwartet, auf GnuCash (Installations-Anleitung ebenfalls unter [2]). Habe noch nie eine Buchhaltung in English gef√ľhrt. Die wichtigsten Begriffe: Equity (Passive), Assets (Aktive), Income (Einnahmen), Expenses (Ausgaben). Also alles da f√ľr eine doppelte Buchhaltung. Definitiv ausprobieren werde ich die Sache dann im neuen Jahr.

8. Quellenverzeichnis

[1] http://wiki.ubuntuusers.de/WLAN/Verschl%C3%BCsselung?highlight=%28wpa%29
[2] http://www.ubuntuguide.org/
[3] http://forum.skype.com/viewtopic.php?p=169829&highlight=#169829
[4] http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=76633
[5] http://www.linuxnetmag.com/de/issue9/m9evolution1.html
[6] http://www.truecrypt.org/
[7] http://keepass.sourceforge.net/
[8] http://wiki.ubuntuusers.de/RealPlayer

Last update: 26.12.2005

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