Archiv der Kategorie: Think about

DVB-T: Händler ausverkauft

Ja, wir wohnen auf dem „Land“. Wir haben kein Cable. Unsere Nachbarstadt Amriswil (12’000 Einwohner) hat, die umliegenden kleinen Gemeinden nicht. Das hat den Vorteil, dass ich penetrante Cablecom-Werbung nur vom Hören-Sagen her kenne.

no cablecom

Das TV-Signal empfangen wir über eine Antenne. Wir gehören damit zu ca. 10% der Schweizer Bevölkerung [1]. Dieses sog. terrestrische TV-Signal bietet uns zurzeit den Empfang von SF1, SF2, ZDF und ARD. Früher (also vor wenigen Wochen) waren das zusätzlich noch ORF1 und ORF2.
Nun kann man mit einer Satelliten-Schüssel noch weitere Sender über Luft empfangen. So haben wir noch die gebräuchlichsten deutschen Privatsender im Haus. Warum wir nicht auch die SF-Sender und den ORF über Satellit empfangen können, weiss ich (noch) nicht ganz genau. Ich muss noch abklären, ob sich das machen liesse.

Dieses terrestrische TV-Signal wird seit ca. 60 Jahren analog ausgestrahlt. In Zukunft soll es nur noch digital ausgestrahlt werden. Die Umstellung ist in vollem Gange, digital empfangen ist bereits möglich:
dvb-t abdeckung

Nun haben die Österreicher vor wenigen Wochen kurzerhand ihr analoges Signal auf dem Pfänder abgeschaltet (ich denke, wir haben den ORF von diesem Berg empfangen). Jedenfalls wird ORF1 und ORF2 im Bodenseeraum nur noch digital ausgestrahlt. Und dass man dieses digitale Signal verwenden kann, braucht man eine DVB-T-Box, die dieses Signal dekodieren und für den Fernseher darstellbar macht. Sofern man keinen Fernseher hat, der das bereits unterstützt oder den Sender per Satellit empfängt.

Gemäss Gerüchten will SF das analoge terrestrische Signal für SF1 und SF2 im Oktober ebenfalls ganz abschalten. Dann müssen alle auf Digital umstellen. Auf der offiziellen Seite digitalesfernsehen.ch[1] wird nur davon gesprochen, dass bis 2008 das analoge Fernsehsignal vollständig abgelöst wird. Wenn ich mich aber nicht täusche, hat vor einigen Wochen Radio Top einen entsprechenden Beitrag gesendet, in dem Oktober 07 als Termin genannt wurde.

Nun ich wollte vorbeugen und uns zudem den ORF wieder „beschaffen“. Ich wollte mir einmal eine solche DVB-T-Box anschauen. Doch einige Händler (MediaMarkt St. Gallen, Interdiscount Amriswil) sind ausverkauft! Ich schliesse daraus, dass der ORF in der Bodenseeregion doch noch oft geschaut wird. Und ich frage mich, wie das wird, wenn dann SF um bzw. abstellt. Denn die meisten werden erst dann richtig merken, dass etwas fehlt. Ich werde in den nächsten Wochen nochmals einen Anlauf nehmen und mich gründlich über die vorhandenen Möglichkeiten informieren.

Weitere Infos auch unter [1].

[1] http://www.digitalesfernsehen.ch/privathaushalte_umstellen.aspx
[1] http://www.digitalesfernsehen.ch/privathaushalte_wissen.aspx

SBB: Usability

Am Bahnhof Ermatingen hat es einen neuen Billett-Automaten der SBB. Heute morgen sind wir in den Test eines Passanten gelaufen. Er hat uns gebeten, ein Billett von Ermatingen nach Frauenfeld zu lösen, und zwar mit Zug über Kreuzlingen-Weinfelden. Ich denke ja nicht, dass ich besondere Mühe mit technischen Geräten habe. Aber wir haben es tatsächlich nicht geschafft.

1. Versuch: direkt lösen (Ermatingen-Frauenfeld). Der Automat schlägt den Bus vor, der ungefähr 2 mal pro Tag fährt. Eine andere Variante wird nicht angeboten. Toll.

2. Versuch: ein Via eingeben. Leider nicht geschafft. Wo versteckt sich diese Option nur, wenn sie überhaupt vorhanden ist? Ich habe wirklich geschaut, doch nichts gefunden.

Der ältere Mann erklärt, dass es niemand schaffe. Der Test hab er auch noch mit einem 16-jährigen Jungen, einer 38-jährigen Frau und 2 Thurbo-Mitarbeitern gemacht – ohne Erfolg. Die einzige Lösung sei, ein Billet von Kreuzlingen nach Frauenfeld zu lösen. Und zusätzlich ein Einzelnes von Ermatingen nach Kreuzlingen. Doch wenn man nicht ewig Zeit hat, dürfte der Zug bis dahin bereits abgefahren sein.

Natürlich hat der gute Mann auch der SBB-Hotline angerufen und die Bahn umgehend auf dieses Problem aufmerksam gemacht. Doch man habe ihm geantwortet, dass diese Automaten halt auf den durschschnittlichen Bürger ausgelegt seien.

Bleibt zu hoffen, dass die SBB diesen Bug bald einmal beheben. Oder wenigstens jederzeit ein Via zulassen.

Das Gefühl, sich wie ein normaler, unbedarfter Anwender zu fühlen tut jedem Software-Entwickler einmal gut. Mir ist diese Gefühl wieder präsent. Ich sollte (teure) Seminare dazu veranstalten 😉

Strategic analysis

Wenn man bei Technorati bestimmte Keywords als Feeds abonniert hat, kommt man manchmal auf spezielle Seiten. So bin ich heute auf ein Blog mit dem (langen) Titel „Strategic Analysis & OSINT Management-www.rieas.gr-“ gestossen. Genauer auf folgenden Post:

http://strategicanalysis.i-blog.gr/?p=237

Mein Keyword war übrigens Thurgau 😉 Und August von Fink ist da bei den Deutschen mit seinen geschätzten 7 Mrd. Euro Vermögen auf dem 8. Platz. Und er lebt gemäss Wikipedia und dem erwähnten Blog in Weinfelden, Thurgau.

Das Wort OSINT im Blog-Titel hat übrigens auch eine Bedeutung. Es steht für Open Source Intelligent und beschreibt eine Methode, Informationen aus „offenen Quellen“ zu analysieren und zu nutzen.

Das griechische Blog hat heute eine Liste mit den 50 grössten, sich im Familienbesitz befindlichen Firmen gepostet. Wenn man nach Switzerland sucht, kommt man auch dort auf die interessanten Einträge 😉

Erlebnis Bloggy Friday

Gestern habe ich an meinem ersten Bloggertreffen teilgenommen. Ich habe das schon oft erlebt: man geht irgendwo hin, kennt Datum, Ort und Zeit. Aber man kennt niemanden. Es gibt nur irgend etwas, das verbindet. Vor einiger Zeit war das bei der LUG Kreuzlingen (Linus User Group) der Fall. Die Gemeinsamkeit war die Freude am alternativen Betriebssystem Linux. Auch ist mir das bei der TUG (Typo3 User Group) so ergangen. Irgendwie ist es cool. Social networking real. Man lernt sich im Netz kennen, verabredet sich, trifft sich und liest sich wieder.

Gestern war die Gemeinsamkeit natürlich das Bloggen. Und daher waren mir die anwesenden Leute auch nicht so unbekannt. Man kriegt durch das Lesen der Blogs relativ viel, auch persönliches, von diesen Personen mit. Auch wenn über andere Blogs und Blogger gesprochen wird: man hat vieles schon gelesen. Und kann sich etwas darunter vorstellen.

Begonnnen hat es jedoch etwas enttäuschend. Ich war der festen Überzeugung, die Sache würde im Federal im HB Zürich steigen. Nach einiger Zeit habe ich dann etwas bestellt und einfach die Leute beobachtet. Erst nach einiger Zeit ist mir ebenfalls ein „Herumsuchender“ aufgefallen. Es war Fredy von blogg.ch. Mit seinem Laptop und einem freien WLAN haben wir dann herausgefunden, dass wir uns in der Lokalität geirrt haben. Naja, … Ursprünglich war der Treffpunkt das Federal, aber das wurde danach anscheinend geändert.

Jedenfalls war das Treffen sehr interessant. Die Personen, die man sonst „nur“ virtuell kennt oder zu kennen meint, real zu treffen.
bloggertreffen.jpg
Über was wurde gesprochen? Die Themenvielfalt war gross. Es hat beim Internet begonnen, über die wichtige Netzneutralität, die (Freizeit-)Beschäftigung während der Arbeit, über diverse Blogs und Blogger bis zu weiteren Alltagserlebnissen. So vielfältig wie die Blogs und Blogger selbst.

Gewisse Aussagen wären in einer anderen Runde natürlich nicht gefallen. Es wird viel gebloggt. Es wurde auch schon „fast gebloggt“. Oder Aussagen wie: „bloggt das bitte nicht“. Das ist vielleicht auch das „Risiko“ einer solchen Runde, dass man morgen vielleicht seine Aussage online lesen kann. Doch mit diesem Risiko muss man heute überall leben, dass man mit einem Blogger in Kontakt kommt und der darüber schreibt.

Der Bloggy Friday ist jeden letzten Freitag im Monat. Das habe ich nicht gewusst. Dachte, Yoda hätte das aus dem „Nichts“ aufgegriffen. Ich werde, wenn es zeitlich drinliegt, sicher wieder an Bloggertreffen gehen. Auch als Blogger eines relativ kleinen Blogs.

Persönlich hat es meine Überlegungen zur Zukunft meines Blogs angeregt. Aber darüber (Stichworte Zielgruppe, Name (URL), Anonymität und Identität) werde ich in einem nächsten Post schreiben. Denn ich bin eigentlich nicht Fan von langen Posts 😉

Ach ja, weitere Details sind im Post von Roman zu lesen. So auch die Liste der Anwesenden und weitere Links.

Bloglines Plumber

Gestern war Bloglines wieder einmal down. Für einmal hat jedoch eine originelle Seite auf die Wartungsarbeiten aufmerksam gemacht:

bloglines plumber

Besser als eine hässliche Fehlermeldung 😉 Obwohl die Seite ab und zu down ist, habe ich noch keine wirkliche Alternative zu Bloglines. Am liebsten wäre ein Tool, das auf meinem eigenen Server laufen würde. Doch für eine grosse Evalutation in diesem Bereich fehlt mir leider etwas die Zeit 😉

Der Router ist Schuld!!

Nun ist es definitiv. Mein letzer Post über die Schuldzuweisungen kann beantwortet werden. Der Router ist Schuld. Der NetzwocheTicker hat mich heute darauf hingewiesen.

Seit Freitag (13. Oktober) besteht ein Problem. Am Montag darauf (16. Oktober) bekommt man eine Erklärung (Freitag ist auch etwas schöngeredet, ich hatte bereits seit Donnerstag Nachmittag Probleme mit dem Teil). Ich frage mich gerade, ob ich in einer schwereren Abhängigkeit lebe. Oder ob es normal sein sollte, dass man 3-4 Tage ohne Internet leben können müsste. Könnte man wahrscheinlich schon. Aber wenn es offensichtlich an Problemen liegt, will ich diese schnell gelöst haben.
Jedenfalls habe ich jetzt noch einen „alten“ Zyxel-Router rumstehen, der gemäss Mitteilung doch funktionieren müsste. Wer Interesse hat (Modell 650-R, ISDN), kann sich melden.

Die Schuld anderer

Es ist menschlich: manchmal sucht man (zu schnell) die Schuld bei anderen. So auch ich heute morgen. Schon am Abend davor war ich offline, und als ich auch heute morgen noch kein Internet hatte, musste ich mich dem Problem annehmen. Also per Browser-Interface zum Router einloggen und mal schauen. Resultat: der Router kann keine Verbindung aufbauen, er bekommt keine IP. Mein Schluss: die Swisscom/Bluewin ist schuld.

Das erste Problem: ich musste noch nie diesem Support anrufen, ohne dass ich eine Internetverbindung gehabt hätte. Die Support-Nummer aus dem Jahr 2002 ist natürlich nicht mehr gültig. Der nette Herr M. von Swisscom Fixnet hat mir die Nummer dann mitgeteilt.

Herr F. von Bluewin musste sich dann meine Sorgen anhören. Doch zuerst wollte das automatische Tonband noch mein Betriebssystem wissen. Für Windows drücken Sie die 1, für Macintosh die 2. Eine Option „egal“ oder „Alternativ“ gibt es leider nicht. So wollte Herr F. anschliessend auch zuerst mit der Browser-Konfiguration anfangen: „Starten Sie einmal den Internet-Explorer“. Naja, ich ignoriere seine nette Ausführung und erkläre, dass ich bereits im Setup des Routers sei. Ich will mit ihm auch nicht über den „richtigen“ Browser diskutieren. Er gibt mir dann zu verstehen, dass ihm keine Probleme bekannt sind und das Problem beim Router liegen müsse. Er empfielt ein Reset. Ich merke, dass mich das nicht weiterbringt. Meine schöne Fehlermeldung (Tx_com_Av not ready), die ich extra aus dem Router-Log geschrieben habe, sagt Herrn F. nichts. Naja.

Dann musste ich, nach einigen Resets und versuchten Verbindungsversuchen festestellen: irgendwas stimmt mit diesem Router nicht. Er ist teilweise nicht erreichbar, und dann stürzt er plötzlich wieder ab und muss einen Reboot machen. Ich beschliesse, den Router auszuwechseln.

Ich gondle also in den Media-Markt nach St. Gallen. Ich fühle mich schlecht. Wenn ich Hardware einkaufe, will ich mich vorher informieren, evaluieren, vergleichen etc. Doch wie auch, ohne Internet? Im Media-Markt laufe ich als erstes an einen Stand von Bluewin heran. Der Herr will mir ein ADSL-Abo verkaufen. Ich erkläre, dass wir schon ewig bei Bluewin seien und jetzt mein Router abgeschmiert ist. Und ich kein Abo bräuchte. Sein Ratschlag: ich soll in den Swisscom-Shop gehen und dort ein ISDN-Router für Fr. 48.- kaufen. Wenn man sich verpflichte, das Abo um mindestens ein Jahr zu verlängern, erhält man Fr. 100.- Rabatt.

Im Swisscom-Shop in Amriswil wird mir dann geholfen. Um 11:00 habe ich einen neuen Router für Fr. 48.-. Die Hälfte der Ware in der Verpackung benötige ich zwar nicht, so z.B. den Splitter, jenste Kabel, Anleitungen und sogar einen schönen Bluewin-Kugelschreiber haben sie da reingepackt.
Doch Hauptsache: es funktioniert wieder.

Slingshot läuft

Unser Roboter (Codename Slingshot) läuft! Am Freitag haben wir noch einige Bugs behoben, jetzt macht er seine Sache recht zufriedenstellend.
Es geht darum, einen Roboter herzustellen, der eine Leiter hinaufläuft und dort entweder einen Golfball abschiesst oder einen empfängt. Auf der andere Seite der Leiter ist der Roboter einers Partnerteams. So findet dann eine Übergabe eines Golfballs statt.

Unser Roboter steigt am Holmen empor:
shlingshot1

Besonders stolz sind wir auf unser LCD-Display, das immer den aktuellen Status ausgibt. Fürs Debuggen einfach goldwert:
slingshot2

Der Ball wird im Trichter eingefangen bzw. von dort aus auch abgeschossen.

Die Publikumspräsentation findet am 18. September in St. Gallen statt. Dann haben wir die Arbeit im Modul Systemtechnik für die letzten beiden Semster definitiv abgeschlossen.

admin.ch mit neuem Design

admin.ch hat einen neuen Auftritt erhalten. Das Design wurde der Zeit angepasst, was man davor ja nicht gerade behaupten konnte. Weiss zwar nicht, wann die Seite aufgeschaltet wurde. Mir ist es heute erstmals aufgefallen.

Auch sind RSS-Feeds verfügbar. Erfreulich. Auch bei parlament.ch haben RSS-Feeds schön seit längerem Einzug gehalten.

Was auf admin.ch noch fehlt, ist der Zugriff auf die aktuelle Volksabstimmung. Wollte mich nochmals vergewissern, wie nun die 3 Fragen genau heissen, die dem Stimmvolk am 24. September gestellt werden. Früher war das immer auf der Startseite mit einem Klick einsehbar. Nun bin ich nach einigem Suchen auf parlament.ch gegangen. Dort bin ich mit einem Klick zur gewünschten Information gekommen.