Barcamp Stuttgart 2009: Social Media Guidelines

(Dieser Post ist eine Ergänzung zum Beitrag über das Barcamp Stuttgart 2009)

Das Erstellen von Social Media Guidelines ist bei einigen Firmen zurzeit ein aktuelles Thema. In einer Session am Barcamp Stuttgart wurde diese Frage eingehender erörtert. Der aktuelle Stand ist sehr unterschiedlich: Von mehrseitigen Richtlinien (Air France) bis hin zu einem Satz (Don’t write anything stupid) ist vieles möglich.

Erwähnt wurden die Kommentar-Richtlinien von Daimler: http://blog.daimler.de/kommentar-richtlinien/

Eine professionelle Kommunikation ist wichtig. Die Texte sollten nicht zu lange und lesbar sein (an das Medium angepasst). Nur Wahrheiten (Fakten) schreiben, und keine Dummheiten. Die erwähnten Fälle waren teilweise erschreckend. Wenn ein Arbeitnehmer die Job-Suche auf XING beginnt, aber den Chef in der Freundesliste hat, ist das ungünstig. Oder der Facebook-Status „Heute war wieder einmal so ein Kündigungsdienstag“ ist ungeschickt, wenn der Chef mitliest (eigentlich auch sonst).

Wann repräsentiert ein Mitarbeiter das Unternehmen? Das kann schon sehr schnell der Fall sein. Beispielsweise im Freundeskreis ist man automatisch Vertreter der Firma. Eine mögliche Lösung wäre, die offiziellen Accounts auf der Website aufzulisten. Alles andere wird klar als persönliche Meinung der Autoren deklariert, ohne Einfluss der Fima.

Natürlich sollten keine Internas an die Öffentlichkeit. Dies ist jedoch durch den Abeitsvertrag bzw. Arbeitsrecht schon geklärt. Ein Bewusstsein dafür muss bei jedem einzelnen Mitarbeiter trotzdem geschafft werden, da bei schnellen Medien und in lockererer Atomsphäre schneller Unerwünschtes veröffentlicht wird. Kundennamen von aktuellen Projekten beispielsweise sollte erst nach Abschluss des Projekts erwähnt werden, wenn überhaupt. Und dann nur als von der Firma gebilligte PR-Massnahme. Eine Richtlinie für diesen Fall wäre eine Möglichkeit.

Jede Firma hat Werte und eine Firmen-Philosophie. Teilweise werden diese durch Schlagworte wie modern, dynamisch etc. ausgeschmückt. Doch wenn die Mitarbeiter nicht danach leben, nützt das nichts. Da können auch Richtlinien nicht viel bewirken: das Image gegen aussen ist und bleibt ein anderes.

Abschliessend kann nur der gute alte Rat erwähnt werden: Think before you post. Die dämlichen Beispiele, die in der Session genannt wurden, können mit gesundem Menschenverstand vermieden werden.

Weiterführende Links:
http://leanderwattig.de/index.php/2009/09/05/26-beispiele-fur-social-media-policies-von-organisationen/
http://www.text-gold.de/internes/social-media-guidelines-in-unternehmen-ja-oder-nein-2-stuttgarter-barcamp/

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