Archiv für den Monat: Juli 2009

WLAN im Bahnhof

thumb-hotspot

Kürzlich war ich wieder einmal etwas länger mit dem Zug unterwegs. Während dem Warten im Bahnhof habe ich ein WLAN gesucht 😉 Dabei habe ich mich mit dem Hotspot der Swisscom (mobile) verbunden. Ich dachte, mit dem VPN-Zugang der Hochschule könnte ich diesen AP kostenlos nutzen (via SWITCH PWLAN). Naja, das VPN-Login hat nicht funktioniert. Umso erstaunter war ich, als der Zugriff auf mein Webmail-Client funktioniert hat. Und da konnte ich mir nicht erklären, warum gewisse Seiten funktionieren (z.B. mein Webmail und meine Blogs), andere jedoch nicht (zb. twitter.com). Weiss da jemand mehr, an was es liegt? Dass die Seite sbb.ch freigeschaltet ist, ist mir klar (Fahrplanauskunft). Die anderen sind mir rätselhaft.

Scribus-Workshop

Scribus_logoGnupingu hat am vergangenen Samstag einen kleinen Scribus-Workshop organisiert. Ich habe zwar auch schon Publikationen mit Scribus erstellt, doch ein vertieftes Wissen dazu habe ich nicht. Scribus ist ein OpenSource Desktop Publishing Programm. Es ist auf allen wichtigen Plattformen (Linux, MacOs, Windows, …) verfügbar.

Ich habe mir einige Dinge notiert, die mir aufgefallen sind oder neu und vorher unbekannt waren:

  • Aktivität: Scribus ist ein aktives Projekt. Es wird entwickelt (was ich wichtig finde) und es sollte nächstes einen neuen Release geben (1.1.5). Über das Ubuntu-Paket scribus-ng ist eine ziemlich stabile Version aus dem SVN bereits in den Paketquellen verfügbar.
  • Etwas, was mir immer unklar war, war die Geschichte mit den Schriften in PDF-Dokumenten. Beim Export einer Scribus-Datei nach PDF kann man das Verhalten einstellen. Die bevorzugte Variante ist, die Fonts einzubetten (embed). Damit wird die Schrift in das File eingebunden, sodass das PDF korrekt dargestellt werden kann. Sollte dies nicht möglich sein bzw. das File zu gross werden (bei kompletten utf-8 Schriften könne die Schrift gut und gerne um 16MB gross werden), kann die Schrift mit der Option outline ins PDF eingebunden werden. Damit wird jedes Zeichen als SVG-Grafik ins PDF eingebaut. Je nach Grösse der Publikation kann dies jedoch auch problematisch werden.
  • Bei den PDFs können auch verschiedene Farb-Modi definiert werden. Für Laser-Drucker (also im Normalfall) sollte das voreingestellte screen/web verwendet werden. Damit werden die Farben im RGB-Modus abgespeichert. Die Option Printer macht nur für Offset-Druck Sinn. Nur dort wird das CMYK-Farbmodell verwendet, welches bei der Option Printer angewendet wird. Weitere Einstellungen für den PDF-Export sind möglich.
  • Die Frage, welche Anwendung für welchen Zweck eingesetzt werden soll, ist die Grosse Frage. Ich habe mich auf folgende Punkte geeinigt:
    Gimp: Bildbearbeitung im klassischen Sinn
    Scribus: Publikationen, Desktop Publishing
    Inkscape: etwas dazwischen. Wenn viel Text verwendet werden soll, ist Scribus die bessere Wahl. Bei weniger Text bzw. Logos etc. soll Inkscape besser sein. Den Unterschied ist mir selbst noch nicht ganz klar. Zurzeit verwende ich Inkscape nicht.
    LaTeX: für Dokumente, Bücher, Texte etc. eignet sich LaTeX am besten. Wenns also um Inhaltsverzeichnisse etc. geht, ist LaTeX die erste Wahl.
  • Cool ist der Farbenblind-Modus. Damit kann die Publikation so betrachtet werden, wie sie Farbenblinde sehen. Wenn also ungünstige Rot-Grün-Kombinationen verwendet werden, sieht man das gleich. Gemäss Statistiken ist Farbenblindheit weit verbreitet, und somit auch im Zielpublikum gut möglich.
  • Die erzeugten PDFs sind fürs Web ungeeignet. Sie sind zum Druck gedacht. Ein Umwandeln mithilfe von Ghostscript (zuerst in ps dann wieder zurück in PDF) bringt Abhilfe.
  • Kurz ausprobieren musste ich das Wrappen von Bildern mit Text. Das ist in den Eigenschaften unter Shape -> Text Flow möglich (Ausprobieren mit Edit und Counter Line)
  • Noch ein Tipp zum Schluss: Wenn Hilfslinien (guided lines) gesetzt wurden, kann mit gedrückter Umschalt-Taste eine Textbox in die Spalte gesetzt werden, die gerade so gross ist, wie die Spalte (Breite/Höhe). Naütrlich auch mit Bildern etc. machbar

Grundsatz: wird etwas zu kompliziert, wird vielleicht das falsche Tool verwendet 🙂

Fazit: Scribus rockt. Habe schon einige Flyer damit gemacht. Die Diskussion am Samstag hat mir einige Kniffe und Details näher gebracht.

Free software is a matter of liberty, not price.