Microsofts School Agreement

Heute Abend habe ich in einer Diskussion von Microsofts Schul-Politik erfahren. Die Primarschulen würden kaum auf OpenOffice umsteigen, weil der Budgetposten von MS Office ein Tropfen auf den heissen Stein eines IT-Budgets ist. Microsoft stellt den Schulen das Office für gut Fr. 16.- pro Rechner zur Verfügung:

microsoft school agreement

(Quelle: http://www.msedudesk.ch/?lang=deu)

Tragischerweise würden sich die wenigstens Schulgemeinden ein Wechsel auf OpenOffice überlegen. Die Einsparung wäre zu klein.

Microsoft hat das vorbildliche School Agreement nicht ganz uneigennützig lanciert. Damit ist es möglich, dass sich bereits die Jüngsten gut an die MS-Produkte gewöhnen. Und das zu einem relativ günstigen Tarif. Marketingtechnisch ein kluger Zug.

Damit ich nicht falsch verstanden werde: ich finde die Bemühungen, Bildungsinstitutionen mit günstigeren Tarifen zu unterstützen lobenswert. Doch ich würde es begrüsen, wenn sich Schulen vermehrt mit OpenSource-Alternativen beschäftigen würden. Neben dem Kostenfaktor könnten Sie den Schülern auch die Perspektive eröffnen, dass es neben Microsoft noch andere, valable Mitstreiter im grossen Office-Markt gibt. Und dass die Qualität von OSS derjenigen von komerziellen Produkten in nichts nachsteht. Oder fehlt den Verantwortlichen oft der Mut, den Behörden OpenOffice schmackhaft zu machen und sich durchzusetzen? Denn auch im Jahr 2007 muss man noch oft erklären, dass OpenOffice mindestens gleichwertig, wenn nicht besser als MS-Office ist. Ich denke, diesen Aufwand sollte man als IT-Verantwortlicher auf sich nehmen oder zumindest die verschiedenen Lösungen in Betracht ziehen.

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