Archiv für den Monat: April 2007

Excel-Problem: nur weisses Blatt wird gedruckt

Von Zeit zu Zeit werde ich auch zu Windows/Office-Problemen gerufen. Aktuell bestand das Problem darin, dass MS Excel nur weisse Seiten gedruckt hat, obwohl ansonsten alles i.o. war.
Die Lösung habe ich nach etwas im Excel herumsuchen gefunden. Und zwar wurde von einer älteren auf die 2003er-Version von Excel gewechselt. Das betroffene Worksheet wurde mit der alten Version erstellt.
Lösung: Datei -> Seite Einrichten
Dort das Papierformat ändern und 300dpi einstellen. Durch mir unbekannte Gründe hat sich dort kein Wert befunden. Obwohl die Liste eine Auswahl zwingend vorschreibt. Ich kann mir das nur erklären, dass der Import-Filter der aktuellen Excel-Version einen kleinen Bug hat. Nobody’s perfect.

ubuntuusers.de: Wiki immer noch down

Es gibt gewisse Seiten, von denen ist man fast ein wenig abhängig. Beispielsweise ist Google sicher für viele ein solcher Kandidat. Doch dazu vielleicht in einem späteren Post mehr.

Ich löse meine Linux-Fragen sehr oft auf ubuntuusers.de, besonders mit dem dort beheimateten Wiki. Oft findet man dort Lösungen zu den kleinen Alltagsproblemen. Und das ohne grosses Rumsuchen. Doch seit dem Release der neuen Ubuntu-Version ist das Wiki down. Die Diskussionen im Forum und die verstrichene Zeit (beinahe 5 Tage) lassen erahnen, dass da was schlimmeres im Busch ist. Bleibt zu hoffen, dass die wahrscheinlich beste deutsche Ubuntu-Hilfe bald wieder online ist.

Das LUG-Camp kommt näher…

Nach der Mailingliste verkünden auch die einschlägigen News-Dienste (z.B. hier und hier) die frohe Botschaft 😉 Gestern wurde die Anmeldung für das LUG-Camp 2007 unter http://2007.lug-camp.ch freigeschaltet. Die Veranstaltung findet über Auffahrt in Interlaken statt. Letztes Jahr (im schönen Ofterschwang/Allgäu) haben wir bekanntlich in einer Turnhalle genächtigt. Dieses mal soll wieder „echte“ Camp-Atmosphäre aufkommen. Ich habe mir dazu natürlich ein Plätzchen auf dem Camping-Platz reserviert 😉

Dieses Jahr werde ich voraussichtlich bereits am Donnerstag anreisen. Und auch mindestens an einem Ausflug teilnehmen (ein wenig Wandern in der Aareschlucht, die Reichenbachfälle besichtigen etc.). Als GA-Besitzer sollte sicher noch grosszügige Ermässigung beim Preis drinliegen.

Und auf das Vortragsprogramm bin ich auch gespannt. Natürlich beschäftigen wir uns instensiv mit dem Linux-System (in meinem Fall Ubuntu), tauschen Informationen und Wissen aus. Doch ebenso reizt mich die Vorstellung von einem „tage-langen“ LUG-Treff mit den Kollegen der LUG Kreuzlingen und all den anderen LUGs im deutschsprachigen Raum.

Kurz: ich freue mich sehr auf diese Tage. Nach der Anmeldung fühle ich mich fast, als ob ich Ferien gebucht hätte 😉

Outlook-freier Arbeitsplatz

An unserer Schule wird bekanntlich Windows und Outlook eingesetzt. Heute morgen habe ich mich über Outlook genervt. Da wurden einfach Bilder in Spam-Mails aus dem Internet nachgeladen. Und das in Outlook 2003. Sowas hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Kein Wunder, bekomme ich auf die Adresse der Schule (die ich praktisch nirgends öffentlich angebe) haufenweise Spam. Denn beim Löschen muss man ja zwangsweise die erste Nachricht „lesen“.

Eine Option, dieses Verhalten abzustellen, habe ich auf die Schnelle nicht gefunden. Zum Glück gibt es die Portable Edition von Thunderbird. Habe mir das Teil in mein persönliches Verzeichnis installiert kopiert. Ursprünglich wäre es für den Einsatz auf einem USB-Stick gedacht gewesen. Doch es leistet auch gute Dienste, wenn man ohne Admin-Rechte einen Thunderbird braucht.

Nun rufe ich die Mails in der Schule per IMAP ab und bin happy 😉

LUG-Treff: Neue Seite

Bekanntlich ist es das Ziel unserer LUG, die Seite linuxtreff.ch in nächster Zeit aufzuschalten. Jetzt hat Paul einmal ein Brainstorming-Wiki
aufgeschaltet. Hier sammeln wir Ideen, Vorschläge und Anregungen, wie man was mit dieser Domain machen könnte. Mal schauen, was herauskommt. Sicher wird es um unseren Linux-Treff gehen; Berichte, Ubuntu-News etc. werden weiterhin unter tux-net.ch erscheinen.

Wie scannt man auf der Kommandozeile nach verfügbaren Netzwerken (Wireless)? Befehl iwlist scan ist die Lösung

Partitionstabelle kaputt? Johannes hat mit grml eine Rescue-Live-CD gefunden, die ihm seine Probleme gelöst hat.

Ausserdem finde ich den Mandriva-Live-Stick interessant. Ich habe mir mal die herumliegende Live-CD „geimaged“, sodass ich mir nächstens einen Live-Stick erzeugen kann. Die Distribution ist in unserer LUG noch recht verbreitet und findet gefallen (nach Ubuntu die Nr.2, würde ich sagen).

Ausserdem warten wir immer noch auf die Anmeldung für das LUG-Camp. Doch gemäss Orga sollte das dieses Wochenende online gehen. We’ll see.

FF Add-on: Videos downloaden

Auf den populären Video-Plattformen YouTube, Google etc. kann man die Videos mit einer Flash-Applikation betrachten. Was, wenn man diese Videos gerne als avi-File auf der Festplatte hätte?

Dazu gibt es eine praktische Erweiterung für den Firefox: Den Video-Downloader. Nach der Installation hat man in der Statusleiste oder bei Bedarf in der Symbolleiste ein Symbol, mit dem man einen Download des Videos einleiten kann. Je nach Video besteht die Möglichkei, das File in verschiedenen Formaten herunterzuladen. Sollte das gewünschte Format nicht verfügbar sein (z.B. gibt es Videos, die man nur im .flv-Format herunterladen kann), kann man immer noch einen Media-Converter verwenden. Z.B. media-convert.com.

DVB-T: Händler ausverkauft

Ja, wir wohnen auf dem „Land“. Wir haben kein Cable. Unsere Nachbarstadt Amriswil (12’000 Einwohner) hat, die umliegenden kleinen Gemeinden nicht. Das hat den Vorteil, dass ich penetrante Cablecom-Werbung nur vom Hören-Sagen her kenne.

no cablecom

Das TV-Signal empfangen wir über eine Antenne. Wir gehören damit zu ca. 10% der Schweizer Bevölkerung [1]. Dieses sog. terrestrische TV-Signal bietet uns zurzeit den Empfang von SF1, SF2, ZDF und ARD. Früher (also vor wenigen Wochen) waren das zusätzlich noch ORF1 und ORF2.
Nun kann man mit einer Satelliten-Schüssel noch weitere Sender über Luft empfangen. So haben wir noch die gebräuchlichsten deutschen Privatsender im Haus. Warum wir nicht auch die SF-Sender und den ORF über Satellit empfangen können, weiss ich (noch) nicht ganz genau. Ich muss noch abklären, ob sich das machen liesse.

Dieses terrestrische TV-Signal wird seit ca. 60 Jahren analog ausgestrahlt. In Zukunft soll es nur noch digital ausgestrahlt werden. Die Umstellung ist in vollem Gange, digital empfangen ist bereits möglich:
dvb-t abdeckung

Nun haben die Österreicher vor wenigen Wochen kurzerhand ihr analoges Signal auf dem Pfänder abgeschaltet (ich denke, wir haben den ORF von diesem Berg empfangen). Jedenfalls wird ORF1 und ORF2 im Bodenseeraum nur noch digital ausgestrahlt. Und dass man dieses digitale Signal verwenden kann, braucht man eine DVB-T-Box, die dieses Signal dekodieren und für den Fernseher darstellbar macht. Sofern man keinen Fernseher hat, der das bereits unterstützt oder den Sender per Satellit empfängt.

Gemäss Gerüchten will SF das analoge terrestrische Signal für SF1 und SF2 im Oktober ebenfalls ganz abschalten. Dann müssen alle auf Digital umstellen. Auf der offiziellen Seite digitalesfernsehen.ch[1] wird nur davon gesprochen, dass bis 2008 das analoge Fernsehsignal vollständig abgelöst wird. Wenn ich mich aber nicht täusche, hat vor einigen Wochen Radio Top einen entsprechenden Beitrag gesendet, in dem Oktober 07 als Termin genannt wurde.

Nun ich wollte vorbeugen und uns zudem den ORF wieder „beschaffen“. Ich wollte mir einmal eine solche DVB-T-Box anschauen. Doch einige Händler (MediaMarkt St. Gallen, Interdiscount Amriswil) sind ausverkauft! Ich schliesse daraus, dass der ORF in der Bodenseeregion doch noch oft geschaut wird. Und ich frage mich, wie das wird, wenn dann SF um bzw. abstellt. Denn die meisten werden erst dann richtig merken, dass etwas fehlt. Ich werde in den nächsten Wochen nochmals einen Anlauf nehmen und mich gründlich über die vorhandenen Möglichkeiten informieren.

Weitere Infos auch unter [1].

[1] http://www.digitalesfernsehen.ch/privathaushalte_umstellen.aspx
[1] http://www.digitalesfernsehen.ch/privathaushalte_wissen.aspx

Fisc2006: Steuererklärung unter Linux

Der Kanton Thurgau bietet seine Software für das Ausfüllen der Steuererklärung auch als Linux-Version an [1]. Auf der betreffenden Seite befindet sich auch eine sehr knappe Anleitung für die Installation. Doch ich denke, gerade einen Anfänger würde diese Knappheit etwas überfordern. Diese Anleitung bezieht sich auf Ubuntu Edgy Eft, das meiste kann jedoch auch unter anderen Umgebungen angewendet werden.

1. Download
Die Installations-Datei (in diesem Fall Launcher.bin) lade ich gewöhnlich in das Home-Verzeichnis herunter (/home/user/). Aber eigentlich spielt es keine Rolle, wohin man sie speichert (Desktop).

2. Installation
Man öffne ein Terminalfenster, wechsle ins Verzeichnis der heruntergeladenen Datei und führe folgenden Befehl aus:

sudo sh ./Launcher.bin

Ein Assistent (der selbe wie unter Windows) führt durch die Installation:

fisc installation

Die vorgeschlagenen Werte können übernommen werden. Der weitere Verlauf der Installation ist selbsterklärend.

3. Menüeintrag
Nach der Installation hätte eigentlich in /usr/local/bin eine Verknüpfung erstellt werden sollen, damit Fisc ohne Probleme von der Kommandozeile aus gestartet werden kann. Abgesehen davon, dass ein Eintrag im Menü einiges schöner wäre, wurde bei mir diese Verknüpfung nicht erstellt. Also bearbeiten wir das Gnome-Menü, wie unter [2] beschrieben (bei Ubuntu Edgy „System -> Einstellungen -> Menüstruktur“ wählen), um einen neuen Menü-Eintrag für Fisc zu erstellen. Dann das gewünschte Menü links markieren (bei mir Büro) und rechts auf „neuer Eintrag“ klicken.
Symbol: wähle ich unter /root/bin/Fisc2006 die Datei Fisc.png (eine Thurgauer-Flagge)
Name: Fisc2006
Befehl: sh /root/bin/Fisc26/Fisc26
Befehl in einem Terminal ausführen: Nein (abhacken)

fisc menüeintrag

4. Start
Fisc2006 kann nun über das Menü bequem gestartet werden.

fisc gestartet

5. Fazit
Es ist äusserst erfreulich, dass der Kanton seine Steuersoftware auch in einer Linux-Version anbietet. Die Bedienung und Installation ist annähernd gleich wie unter Windows. Nur bei der Installation fehlen Menüeinträge, die zugunsten der Benutzerfreundliche manuell erstellt werden sollten.

[1] http://www.kttg.ch/sv_cd06-vista/install.htm
[2] http://wiki.ubuntuusers.de/GNOME_Men%C3%BC