Archiv für den Monat: März 2007

BloggyFriday in Zürich

Gestern Freitag war es wieder soweit: Bloggy-Friday in Zürich.

bloggy friday märz

Erneut waren interessante Personen anwesend. Roman hat unter blog.yoda.ch einen Bericht geschrieben und alle Teilnehmer mit den entsprechenden Blogs erwähnt.


Die angesprochenen Themen waren erneut sehr vielfältig. Eine Auswahl:
– trigami: unter welchen Bedingungen kann/soll/darf man Geld für Beiträge annehmen? Welche Gründe sind legitim für eine Ablehnung?
– Rückblick BlogCamp vom letzten Samstag: Roger hat einen kleinen Podcast dazu erstellt (wird voraussichtlich nächste Woche auf kulturtv.ch online sein). Auch ich habe meinen Kommentar abgegeben. War eine sehr spontane Angelegenheit.
– Zielgruppe: Roger hat auf eine meiner Antworten zum BlogCamp das Thema Zielgruppen nochmals angesprochen. Ich mache mir wirklich ernsthaft Gedanken dazu. Ich werde, wie gesagt, auch in Zukunft über alles schreiben, was mich bewegt und beschäftigt. Doch einen vermehrten Hang zur Technik und Informatik dürfte dem Leser nicht entgangen sein. Doch mein Leben und die kleinen Banalitäten, wichtigen Ereignisse werden immer noch ihren Platz finden. Auch möchte ich weiterhin über Thurgau-spezifische Themen bloggen, die sonst weniger zur Sprache kommen.
– Blogger: Urs war das erste Mal an einem Bloggertreffen. Ich diskutiere mit ihm über das Treffen. Er vergleicht das etwas mit dem Militär: wir würden uns im „normalen“ Leben wahrscheinlich nie ansprechen oder kaum etwas miteinander zu tun haben. Doch hier sitzen wir zusammen und tauschen uns aus. Der Gedanke fasziniert. Aber es hat etwas sehr Wahres. Alter, Berufe, Herkunft etc. sind wirklich sehr unterschiedlich. Nur die Geschlechterverteilung ist noch etwas einseitig. Obwohl am Samstag am BlogCamp erstaunlich viele Frauen anwesend waren.

Per Zufall habe ich im HB noch einen Badminton-Kollegen getroffen, der gerade an unserem Tisch vorbeigelaufen ist. Ich werde mich mit ihm nächsten Dienstag beim wöchentlichen Spiel bestimmt noch zum Thema Bloggen unterhalten.

Und: der nächste Bloggy Friday kommt am 27. April.

Netopia und die Geschwindigkeit unter Linux

In unserem Netzwerk habe ich ein Swisscom-zertifizierten Router von Netopia (Modell 3356N). Leider ist dieser nicht sauber programmiert. Das führt dazu, dass Rechner mit Linux mit einer katastrophalen Internet-Geschwindigkeit gestraft werden. Auch ist kein Firmware-Update verfügbar, das dieses Problem ev. lösen würde.

Auf die Lösung hat mich ein Artikel auf ubuntuusers.de gebracht. Als DNS auf meiner Maschine wurde der Router eingetragen. Anscheinend betreibt dieser einen eigenen Nameserver als Cache. Jedenfalls hauts mit Linux nicht.

Jetzt weiss ich wenigstens, warum das Netopia-Gerät Linux offiziell nicht unterstützt. Man dürfte ja meinen, dass die Funktionalität des Routers unabhändig vom Betriebssystem ist. In diesem Fall wurde ich des Besseren belehrt.

Als Lösung habe ich wie im oben verlinkten Artikel beschrieben, die Datei /etc/dhcp3/dhclient.conf entsprechend angepasst. Mal schauen, ob das eine dauerhafte Lösung wird.

BlogCampSwitzerland: Hacking und Photos

barcamp logo

Die Semesterprüfungen sind definitiv vorbei. Zeit also, noch den letzten Post zum BlogCamp zu vervollständigen. Am Samstag habe ich bemerkt, dass ich kein geborener Live-Blogger bin. Es haben sich kleine Fehler in den Posts eingeschlichten, dich mich nerven und nachträglich korrigiert werden mussten. Doch vielleicht kommt das mit der Erfahrung besser. Oder ich sollte die Texte ev. nicht 3 mal durchlesen vor dem Posten. Und Fehler Fehler sein lassen. Doch dazu bin ich nicht der Typ.

Nun zum eigentlichen Inhalt. Wie im letzten Post angekündigt, habe ich die Präsentation von Benbit besucht. Er hat demonstriert, wie er innert Kürze an ca. 300 Logins der grössten Partyseite der Schweiz gekommen ist. Ich vermute, dass da einige recht erschrocken sind, was da alles möglich ist. Das hat man an den Reaktionen im Publikum deutlich gemerkt. Bei der anschliessenden Diskussion haben sich auch kritische Stimmen geäussert, teilweise auch etwas gehässigt. Wir würden sagen, wie wenn man dem Hund auf den Schwanz tritt. Benbit hat immer wieder auf die Bedeutung von XSS-Löchern hingewiesen und wie wenig diese beachtet werden. Zitat: „Seid kritischer mit den Technologien. Es gibt nicht nur Möglichkeiten, sondern auch grosse Gefahren!“ Das scheint mir die grosse Quintessenz aus diesem Vortrag zu sein. Bequemlichkeit und Sicherheit „beissen“ sich in den meisten Fällen. Doch auf das Autologin auf Websiten sollten man zugunsten der Sicherheit trotzdem verzichten. Denn das Missbrauchspotential ist eben ziemlich hoch und war auch die Ursache für die oben erwähnte Lücke des Live-Hacks.

Hier noch nachträglich die Bilder in der Reihenfolge der Vorträge, die ich besucht habe: 1. Roman aka Yoda zur Bloggerszene, 2. Martin S. zu „embedded jail blogging“ und 3. Benbit zur Sicherheit

yodas vortragmartin s. vortragbenbits vortrag

Wie sicher bereits alle wissen, hat es auf den Vortrag von Benbit ein kleines Nachspiel gegeben. Die Folge ist der „Tod“ von Benbits Blog. Auch ich bedaure diesen Schritt und hätte noch gerne mehr davon gelesen. Schade.

BlogCampSwitzerland: Embedded Jail Blogging

Im zweiten Teil habe ich mir den Beitrag von Martin S. zum Thema Embedded Jail Blogging angeschaut. Er hat mit seinem Plusquamperfekt-Blog während seinem Aufenthalt aus dem Gefängnis gebloggt. Zu Beginn hat er gleich auf seinen Auszug aus dem Strafregister hingewiesen. Es sind nur Verkehrsdelikte (zu schnelles Fahren und Falschparkieren), die ihn ins Gefängnis gebracht haben. Und zwar konnte man früher (also im letzten Jahr) Bussen in Gefängnisstrafen umwandeln lassen. Er hat das gemacht und ist über Weihnacht/Neujahr für einige Wochen in den Knast gewandert.

Ich habe seine Beiträge damals schon mit grossem Interesse verfolgt. Den Blogger 1:1 darüber berichten zu hören, ist etwas anderes. Auch sein Anschauungsmaterial (z.B. die Richtantenne für das WLAN) oder die Erklärungen dazu, wie er diese Gegenstände (auch den Laptop) „hineingeschmuggelt“ hat, waren interessant.

Nun bin ich gespannt auf den nächsten Beitrag von benbit. Er will einen Live-Hack vorführen und auf die Relevanz von XSS-Sicherheitslücken hinweisen.

BlogCampSwitzerland: Wer die Wahl hat…

… hat die Qual. Gleich beginnen die ersten Präsentationen. Und wie schon am LinuxDay in Dornbirn hat es einfach zuviel interessantes zur selben Zeit.

Als erstes sitze ich jetzt im Vortrag von Roman zum Thema „Chance oder Hype? Überlegungen zu einer Vision – Idealismus pur“. Bin gespannt, was daraus wird… Stay tuned.

PS: Wer gar nicht informiert ist: ich befinde mit auf dem BlogBarCamp Weitere Infos dazu wahrscheinlich später.

winmail.dat zum Zweiten

Das Thema winmail.dat beschäftigt mich erneut. Und zwar bekommt ein Anwender ständig Anhänge von Outlook-Benutzern. Und dieses Programm produziert bekanntlich den Anhang winmail.dat. Warum, weiss ich auch nicht. Es ist jedenfalls einfacher, mit diesen Anhängen fertig zu werden, als alle Outlook-Benutzer auf gewisse Sachverhalte hinweisen zu müssen.

Hier eine Lösung, wie man diese Anhänge im Alltag mit grosstmöglichem Komfort behandeln kann. Betriebssystem: Linux (Ubuntu). Wie im ersten Artikel zum Thema erwähnt, muss natürlich das Paket tnef installiert sein. Anschliessend speichert man folgendes Script irgendwo ab und passt die Variablen noch an. Erklärung dazu:
EXTPATH: an diesen Ort sollen die Anhänge entpackt werden. Existiert der Ordner nicht, wird er erzeugt
WINMAILPATH: Ort, an dem sich die winmail.dat befindet. In unserem Beispiel wird diese jeweils auf den Desktop kopiert.

#!/bin/bash
# ———————————————————————-
# winmail extracting script
# by info [at] gebloggt.ch / www.gebloggt.ch
# ———————————————————————-

EXTPATH=/home/testuser/Desktop/ext
WINMAILPATH=/home/testuser/Desktop

# if dir does not exist, create this folder
if [ ! -d $EXTPATH ] ; then
mkdir $EXTPATH
fi ;

# if winmail.dat does not exist, print error message
if [ ! -e $WINMAILPATH/winmail.dat ] ; then
echo „winmail.dat existiert am erwarteten Ort ($WINMAILPATH) nicht!!“
echo „Bitte eine Taste druecken, um das Programm abzubrechen…“
read line
exit
fi

tnef -f $WINMAILPATH/winmail.dat -C $EXTPATH

Das wärs. Noch eine Verknüpfung zu diesem Script auf den Desktop legen, und die Anhänge sind in Zukunft schnell entpackt.

Bilder schnell verkleinern

Gegeben: 140 hochauflösende Bilder einer Spiegelreflex-Kamera (jedes Bild ca. 3MB).
Gesucht: dazugehörende Verkleinerungen mit einer Auflösung von 1024×786
Lösung: Unter Linux auf der Kommandozeile folgende Zeile ausführen (vorausgesetzt, der Ordner small exisitert im Verzeichnis der Bilder):

for i in *.jpg ; do convert $i -resize 1024×768 small/$i ; done

Einfach wunderbar, diese Tools. Hier ist convert von ImageMagick im Einsatz. Und es leistet hervorragende Dienste. Nach dem Ausführen der obigen Zeile sind im Ordner small alle verkleinerten Bilder enthalten.

Klar, es gäbe unter Windows sicher auch etwas in dieser Art (z.B. kann das Photoshop meines Wissens auch). Doch mir gefällt die Lösung 😉