Archiv für den Monat: Mai 2006

Lug-Camp 2006: Live II

Im internen Netz haben wir ein Wiki. Dort sind die wichtigsten Informationen über alles Mögliche festgehalten. Die Erklärung zum Thema „Sanitäre Einrichtungen -> Toiletten“ kann man fast als etwas zu physikalisch bezeichnen:

Wer ein Kilo Papier jedoch versucht nur mit der kinetischen Energie des Wassers in das Rohr zu befoerdern, der wird einen Widerstand feststellen. Dieser Widerstand ist durch eine geringe Menge an Papier möglichst gering zu halten. Man koennte fast sagen, dass die kinetische Energie des Wassers beim Verlassen der Toilette alles Papier weggespuelt haben sollte.

Der heutige Morgen war verregnet, die Bergbahnen sind aber trotzdem gefahren:
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Nun, heute stehen bzw. standen sehr interessante Vorträge auf dem Programm. So beispielsweise denjenigen über die OSS (Open-Source-Software) Administration in Schulen. Die Klagen über uneinsichtige Lehrer waren da oft zu hören. Als Gegenmittel riet der Vortragende zu einer Gehirnwäsche solcher Lehrer. Es hat sich einmal mehr bestätigt, dass gerade auch in Schulen Open-Source gegenüber teurer Software viele Möglichkeiten bietet. Der Vortragende hat dazu eine Case-Study vorgestellt, bei der er am Gymnasium Kassel die IT-Infrastruktur aufgebaut hat.

Auch habe ich den Vortrag über den sog. Kiosk-Modus von KDE mitangehört. Da geht es darum, das System so zu konfigurieren, dass der Benutzer möglichst eingeschränkt ist. Der Präsentator hat sich dann bei der Demo prompt selbst rausgesperrt, indem er das Neustarten und Herunterfahren verboten hat 😉 Einsatzzweck könnten beispielsweise Informationsterminals sein, bei denen die Benutzer nur klar definierte Programme benutzen dürfen, und sonst nichts machen sollen.

Soeben habe ich noch dem Vortrag über „Open EZX – Motorola Linux Smartphone Hacking“ besucht. Es hat mich sehr verwundert, was in den zwei vorgestellten Mobiltelefonen alles an Soft- und Hardware drinsteckt. Es wurde ein Exemplar herumgereicht, auf dem Display begrüsste mich die Linux-Kommandozeile 😉 Langsam aber sicher wird nun die Software von Motorola OpenSource, was natürlich viele neue Möglichkeiten bringt. Wenn dann der beim einen Modell eingebaute GPS-Chip einmal programmierbar wird, wird die Sache erst recht interessant.

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(Bild vom Blender-Vortrag vom Freitag Abend)

Persönlich habe ich mich heute, neben den Vorträgen, mit Wikis beschäftigt. Ich habe verschiedene Systeme angeschaut und eines auf meinem Server installiert. Leider habe ich den Verdacht, dass mein aktueller Favorit (WackoWiki) noch einen Bug hat. Doch reproduzieren konnte ich die Fehlermeldung noch nicht. Bis jetzt bin ich zufrieden damit. Der Grund für meinen Entscheid liegt hautpsächlich daran, dass der interne Proxy die Download-Seite von sourceforge gesperrt hat 🙁 Aber wenn sich ca. 160 Leute eine 2Mbit-Leitung teilen müssen, sind gewisse Traffic-sparende Massnahmen nötig.

Am Abend zum Z’Nacht gab es eine Grill-Session. Würste und Steaks mit Kartoffelsalat.

Lug-Camp 2006: Live I

Mit einem Tag Verspätung (Auffahrt war ich verhindert) bin ich heute auch in Ofterschwang im Allgäu angekommen. Denn dort findet an diesem (verlängerten) Weekend das LUG-Camp (Linux User Group) statt. Auf dem Programm stehen einige interessante Vorträge. Mein Ziel ist es, mein neu installiertes System möglichst gut einzurichten und einige Erfahrungsberichte (Tutorials) zu schreiben. Diese werden später wieder veröffentlicht. Heute habe ich bereits einen Vortrag zum Thema MythTV und Blender genossen. Den über den Fedora Directory Server habe ich leider verpasst 🙁

Natürlich hat mein Windows wieder den Tod heimgesucht, doch war geplant ;-), und dank vorsorglichen Backups bin ich für alles vorbereitet. Dann gibt es diese vielen kleinen Freuden. Soeben habe ich zum Beispiel die Infrarot-Schnittstelle aktivieren und ein File vom Handy empfangen können. Daher kann ich jetzt auch Live-Bilder präsentieren:
lug-campt 2006
Mein System läuft übrigens, wie früher schon, mit Ubuntu.

Weitere werden sicher folgen. Mein Ziel ist, zwischendurch zu berichten, was bei uns gerade läuft.

Die Organisation ist bis jetzt super. Eine Kaffee- und Semmel-Flatrate ist eingerichtet 😉 Auch gibt es für die 45 Euro einen Internet- und Strom-Anschluss, Übernachtungsmöglichkeit in der Turnhalle und 3 Mahlzeiten pro Tag (und das bis Sonntag). Die Getränkepreise sind überdies mehr als günstig.

Klar, es dreht sich alles um Linux und Computer. Ein Kollege hat heute beim Nachtessen gesagt, er werde nachher noch kurz ins RL gehen. Auf meinen fragenden Gesichtsausdruck meinte er, es bedeute RealLife. Er gehe noch kurz nach draussen in die Natur 😉

Noch eine Randbemerkung: Das Allgäu mit der schönen Landschaft könnte man auch einmal ohne Laptop besuchen 😉

Networking-Plattformen

Im Zeitalter des Web 2.0 finden auch die Networking-Plattformen immer weitere Verbreitung.

Heute wurde ich auf www.studiverzeichnis.ch aufmerksam gemacht. Hier geht es um die Vernetzung unter Studenten (und auch ehemaligen), ähnlich wie bei OpenBC.

Vom Funktionsumfang ist der Dienst ähnlich wie OpenBC, und (zumindest zurzeit) noch alles kostenlos.

In Amerika haben solche Socialising-Plattformen unter Studenten schon so starke Verbreitung, dass die meisten Studenten registriert sind.

Die Levenshtein-Distanz

Beim Suchen nach bestimmten String-Funktionen in PHP bin ich auf eine Funktion gestossen, welche die Levenshtein-Distanz zwischen zwei Strings berechnen will. Von der Neugierde gepackt habe ich mich kurz informiert: http://de.wikipedia.org/wiki/Levenshtein-Distanz

Es geht also um die Anzahl Schritte, die man machen muss, um vom einen Wort zum anderen zu kommen. Das Beispiel aus der Wikipedia:

Um beispielsweise von „Tier“ zu „Tor“ zu kommen ist eine Ersetzung und eine Löschung notwendig, die Levenshtein-Distanz beträgt also 2:
1. Tier
2. Toer (Ersetze i durch o)
3. Tor (Lösche e)

Das kann sehr nützlich sein, um die Ähnlichkeit von Wörtern zu berechnen. Wäre sicher einmal interessant, die Funktion über ein Wörterbuch laufen zu lassen.

Ich kann mir vorstellen, dass Google ähnliche Algorithmen verwendet, um beispielsweise die Verbesserungsvorschläge bei fehlerhaft eingegebenen Begriffen zu erhalten.